| Seitenzusammenfassung |
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| 1. Auslegungsmethoden für Schneckenförderer |
| 2. Auslegungsverfahren eines Schneckenförderers |
| 3. Berechnungstool für Größe und Kapazität von Schneckenförderern |
Schneckenförderer gehören zu den am weitesten verbreiteten Geräten zum Transport und zur Dosierung von Schüttgütern. In vielen Projekten ist es daher erforderlich, die Größe eines Schneckenförderers zu berechnen, um eine geforderte Kapazität zu erreichen. Es kann auch notwendig sein, die Kapazität einer bestehenden Schnecke zu überprüfen, falls sich das zu fördernde Material ändert oder die geforderte Kapazität steigt. Nur wenige Formeln sind in der Literatur zu finden und werden in diesem kurzen Ingenieursleitfaden vorgestellt.
Warnung: Es ist zu beachten, dass diese Formeln dazu dienen, eine grobe Vorstellung von der Größe des Schneckenförderers (d. h. dessen Durchmesser) und der Drehzahl zu geben, basierend auf bestimmten Annahmen und Konstruktionsentscheidungen (Wahl der Steigung, Neigung). Die Formeln können auch zur groben Überprüfung der Kapazität eines bestehenden Schneckendosierers verwendet werden. Sie sind nicht für eine detaillierte Konstruktion und Fertigung einer neuen Schnecke bestimmt,eine Aufgabe, die immer einem spezialisierten Unternehmen (z. B. nach CEMA in den USA oder SHAPA in Großbritannien) übertragen werden sollte.
Diese Seite geht davon aus, dass das Material keine Klumpen bildet. Dies ist besonders wichtig, z. B. bei der Verwendung der Schnecke in der Bergbau- oder Betonindustrie, wo besondere Vorsichtsmaßnahmen – die hier nicht detailliert werden – getroffen werden müssen.
Eine typische Schneckenförderer-Konstruktion ist unten dargestellt:

Abbildung 1: Prinzipskizze eines Schneckenförderers und dessen Hauptkomponenten
Bekannt: geforderte Kapazität des Schneckenförderers, Material
Unbekannt: Schneckengröße und -kenndaten
Die Kapazität eines Schneckenförderers mit Standard-Steigung kann wie folgt abgeschätzt werden:
Mit
Q = Förderkapazität der Schnecke in kg/h
D = Schneckendurchmesser in m
S = Steigung (Ganghöhe) der Schnecke in m
N = Drehzahl der Schnecke in U/min
α = Füllgrad
ρ = Schüttdichte des Materials in kg/m³
C = Neigungs-Korrekturfaktor
Schritt 1: Anforderung definieren
Beispiel: Die Anforderung für einen Zucker fördernden Schneckenförderer beträgt 3500 kg/h.
Schritt 2: Berechnung der Schneckenförderer-Kapazität
| Steigung | Steigungslänge S |
| Standard | S = D |
| Kurz | S = 2/3 × D |
| Halb | S = D/2 |
| Lang | S = 1,5 × D |
| Material | Minimaler Füllgrad | Maximaler Füllgrad |
| Nicht frei fließend | 0,12 | 0,15 |
| Durchschnittliche Fließfähigkeit | 0,25 | 0,30 |
| Frei fließend | 0,40 | 0,45 |
Hinweis: Dies sind nur Größenordnungen. Die Werte können höher oder niedriger ausfallen; in manchen Fällen kann der Füllgrad sogar 95 % erreichen.
| Neigung in ° | Korrekturfaktor C |
| 0 | 1 |
| 5 | 0,9 |
| 10 | 0,8 |
| 15 | 0,7 |
| 20 | 0,65 |
Beispiel:
Die Berechnung ergibt 17 kg/h bei 1 U/min. Durch Anpassung der Drehzahl werden 207 U/min benötigt, um eine Kapazität von 3500 kg/h zu erreichen.
Schritt 3: Vergleich der berechneten Kapazität mit der maximalen Schneckendrehzahl
Einige Referenzwerte für maximale Schneckendrehzahlen sind in der folgenden Tabelle angegeben:
Top 5 Beliebteste
1. Leitfaden zur Auslegung von pneumatischem Transport
2. Bandmischer
3. Pulvermischung
4. Leitfaden für die Auslegung von Trichtern
5. Messung des Mischungsgrades
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Top 5 Neu
1. Kontinuierliches Trockenmischen
2. Mischgeschwindigkeit
3. Optimierung der Mischzykluszeit
4. Vergleich von Charge-/kontinuierlichem Mischen
5. Energieeinsparung
| Schneckendurchmesser in m | 15% | 30%A | 30%B | 45% |
| 0,1 | 69 | 139 |
69 |
190 |
| 0,15 | 66 | 132 |
66 |
182 |
| 0,23 | 62 | 122 |
62 |
170 |
| 0,25 | 60 | 118 |
60 |
165 |
| 0,30 | 58 | 111 |
58 |
157 |
| 0,36 | 56 | 104 |
56 |
148 |
| 0,41 | 53 | 97 |
53 |
140 |
| 0,46 | 50 | 90 |
50 |
131 |
| 0,51 | 47 | 82 |
47 |
122 |
| 0,61 | 42 | 68 |
42 |
105 |
Falls die in Schritt 2 berechnete Drehzahl kleiner ist als die maximale Drehzahl für den gewählten Schneckendurchmesser, kann die Auslegung beibehalten werden.
Falls die in Schritt 2 berechnete Drehzahl größer ist als die maximale Drehzahl für den gewählten Schneckendurchmesser, ist die Auslegung nicht geeignet, und die Berechnung muss mit geänderten Parametern, typischerweise dem Durchmesser, erneut durchgeführt werden.
Hinweis: Beim Handling von Pulvern, die zu einer Staubexplosion neigen, sollte die maximale Drehzahl eine Fördererspitzengeschwindigkeit von < 1 m/s gewährleisten.
Beispiel:
Der CEMA-Verband gibt die Förderkapazität eines Schneckenförderers wie folgt an:
C = 0,7854*(Ds²-Dp2").P.K.60/1728
Mit:
C = Förderkapazität in ft³/h/Umin⁻¹
Ds = Durchmesser der Schneckenwendel in Zoll
Dp = Durchmesser der Welle/Rohrwelle, die die Schneckenwendel trägt, in Zoll
P = Steigung der Schnecke in Zoll
K = Füllgrad der Schneckenrinne in %
Dies ist die Kapazität pro 1 Umin⁻¹. Falls die Abmessungen bekannt sind – z. B. bei einer bestehenden Schnecke –, kann die Förderkapazität in h⁻¹ durch Multiplikation mit der tatsächlichen Drehzahl der Schnecke ermittelt werden.
Die Formel liefert ähnliche Ergebnisse wie die oben genannte.
Hier finden Sie ein Berechnungswerkzeug das die auf dieser Seite angegebene Formel anwendet. Bitte nutzen Sie dieses Tool nur für eine grobe Abschätzung der Schneckengröße, führen Sie damit **keine detaillierte Auslegung** durch.
Warnung: Dieser Rechner dient nur zur Veranschaulichung der auf dieser Webseite beschriebenen Konzepte und ist **nicht für die detaillierte Konstruktion** vorgesehen. Es handelt sich nicht um ein kommerzielles Produkt, und es wird keine Garantie für die Richtigkeit der Ergebnisse übernommen. Für präzise Auslegungen konsultieren Sie bitte einen anerkannten Fachplaner.